zanderangeln

Der Zander, auch Schill oder Hechtbarsch genannt, ist ein Fisch aus der Familie der Barsche, der ursprünglich aus dem Donaugebiet sowie den osteuropäischen Gewässern und hat sich im Laufe der Jahre im gesamten europäischen Raum verbreitet hat. Der Zander ist ein intelligentes Tier und ausgeprägter Jäger, der meist in der Nacht auf Jagd geht. Dank seiner großen, gläsernen Augen kann er auch in schlammigen Gewässern gut sehen und ist daher auch ein schwer zu fangendes Tier.

Hechtbarsche sind lang und spindelförmig und verfügen über zwei Rückenflossen, wobei die vordere mit Stachelstrahlen und die hintere mit Gliederstrahlen versehen ist. Ein mittelgroßes Exemplar des Fisches hat eine durchschnittliche Größe von etwa 50 Zentimetern, es werden jedoch regelmäßig Fische mit einer Größe von bis zu 1,30 Metern und bis zu 20 Kilogramm gefangen. Der sogenannte Hechtbarsch wird durchschnittlich bis zu 20 Jahre alt.

Wer auf Zanderangeln möchte, der benötigt ausgesprochene Ruhe, da das Tier sehr scheu ist und in tiefen Gewässern selbst Ausschau nach seine Beute hält.

Wo kann man Zanderangeln?

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Hechtbarsche bevorzugen tiefe Gewässer, in denen sie selbst in Ruhe nach Beute Ausschau halten können und nach Bedarf jagen können. Zander gibt es in Europa häufig. Besonders in Flüssen, Kanälen und Seen in Zentraleuropa sowie in Osteuropäischen Gewässern und in Nordeuropa kommt der Fisch vor. In Deutschland findet man ihn überwiegend in tiefen Gräben oder Seen. Laicht der Hechtbarsch, im Frühjahr meist von April bis Juni, baut sich der Hechtbarsch in flachen Gewässern eine Laichgrube von bis zu drei Metern. Ist der Zander in der Milchzeit, ist er äußerst aggressiv und greift nahezu jedes Lebewesen an, dass sich in der Nähe der Laichgrube aufhält. Hier verbleibt der Fisch allerdings nur etwa für zwei Wochen, bis er sich wieder in tieferen Gewässern zurück begibt.

Da der Wasserbewohner überwiegend in den tiefsten Stellen eines Gewässern zu finden ist, sollte man überlegen, seinen Platz vom Ufer auf ein Boot zu verlegen. Nur so hat man die Möglichkeit, besser an den Lebensraum des Fisches heranzukommen und eventuell einen guten Fang am Haken zu bekommen.

Welches Wetter eignet sich am besten zum Zanderangeln?

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Auf Zanderangeln geht man am besten in den kälteren Monaten. Sonneneinstrahlung, die natürlich überwiegend im Sommer vorkommt, stört das empfindliche glasartige Auge des Tieres, es hält sich dann lieber im tiefen Wasser auf. Bei schlechtem Wetter, beziehungsweise im Winter, hat man bessere Chancen einen Zander am Haken zu haben. Auch an trüben Tagen, wo die Sonne nicht durch die dicken Wolken brechen kann, hat man die Möglichkeit dieses besondere Tier zu angeln. Im trüben Gewässern tummeln sich Zander auch gerne mal tagsüber, da sich keine grellen Lichtverhältnisse auf die Augen auswirken können, überwiegend wird man aber in den Abendstunden oder in der Nacht erfolgreicher zanderangeln

Welche Ausrüstung braucht man zum Zanderangeln?

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Um kapitale Fische angeln zu können, benötigt man eine lange Rute, von einer etwaigen Größe von 2,80 Metern, wenn man vom Ufer aus zandernageln möchte. Wer vom Boot aus angelt, sollte mit einer Rute von ungefähr 2,40 Metern auskommen, damit man auch noch etwas Handlungsspielraum auf dem meist kleinen Boot hat.

Angler, die vom Boot aus fischen, sollten auch bei der Wahl der Rolle auf ein kleines Modell zurückgreifen. Stationärrollen für einen möglichst festen Drill, sorgen für ein gleichmäßiges Aufrollen der Schnur und ermöglichen dem Angler eine optimale Bremsung. Ein 1000er oder 3000er Modell sollte für das Zanderangeln ausreichen. Bein angeln vom Ufer aus empfehlen sich ein größerer Modell, etwa 3000er.

Im Fachhandel werden mittlerweile schon fertige Komplettsets angeboten, mit denen der Angler sofort auf die Jagd nach einem großen Exemplar gehen kann.

Um den Raubfisch zu ködern, schwören die meisten Angler auf Köderfische, die der aggressive Zander direkt angeht. besonders abends, wenn das Tier auf Beutejagd geht, hat man mit Köderfischen deutlich mehr Erfolg als mit Kunstködern.

Welche Rute ist die beste zum Zanderangeln?

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Um den kräftigen Raubfisch angeln zu können, empfehlen sich harte Ruten, die den Köderfisch tief in den Schlund des Gejagten treiben. So verringert man die Chance, dass der Köder nicht tief genug geschluckt wird und der Fisch wieder vom Haken rutscht. Wer mit kleinen Kunstfischen jagen möchte, der kann auch eine weichere Rute, mit einem geringeren Gewicht nutzen um den Fisch an Haken und Schnur zu bringen. Durch das geringe Gewicht lässt sich die Rute gut führen und es kann mit dieser besser gezielt werden. Erfahrene Angler schwören auf diese besondere Technik: Man lockt das Tier mit dem weicheren Modell und einem kleinen Köder aus Gummi, und fängt ihn schließlich mit der etwas härteren Angelrute. Dies bringt auch unerfahrenen Sportfischern Erfolge nach kurzer Zeit.

Wie immer müssen bei der Wahl der Rute, Rolle und Schnur die bevorzugte Technik, sowie das Gewässer berücksichtigt werden, in dem man dem Tier auf die Spur gehen möchte.

Welche Rolle eignet sich zum Zanderangeln?

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Eine 4000er Rolle mit leichtem Getriebe und Heckbremse eignen sich um auch ein kapitales Tier aus dem Wasser zu ziehen. Sie lässt sich leicht justieren und so in die gewünschte Position bringen. Wichtig ist hierbei immer das Zusammenspiel von allen Komponenten. Ein stabiles 4000er Modell läuft weich und hat eine optimale Schnurverlegung. Sie hält auch großen Fischen stand und sollte von hoher Qualität sein.

Welche Gummifische eignen sich zum Zanderangeln?

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Gummifische haben sich im Laufe der Jahre als Köderwerkzeug beim angeln auf Zander sehr bewährt. Jedoch während manche Hobbyangler keine anderen Köder verwenden, lehnen wiederum andere Hobbyangler den Gummifasch gänzlich ab. Gummifische sind gute Köder, wenn…. wenn sie nicht auf Grund eingesetzt werden. Liegt der Raubfisch noch auf Grund, also tagsüber oder an warmen, sonnigen Tagen, lässt er sich vom Gummifisch nicht beeindrucken und beißt eher bei Naturködern an. Der Gummifisch eignet sich als Köder in den Abendstunden, wenn der, im bayrischen Raum als Zahnfisch bekannte Raubfisch aktiv ist und auf der Suche nach Beute.

Zwar ist das ködern mit Gummifischen die effektivste Methode ein Tier zu fangen, jedoch genügt es nicht, den Gummifisch ins Wasser zu werfen und zu warten, bis ein Tier angebissen hat. Imitationen des Rotauges sind beliebte Köder fürs Angeln von Zandern, da diese beliebte Speisen der Raubfische sind. Wichtig hierbei ist, dass man den Köderfisch, ob aus der Natur oder ein künstliches Modell ständig in Bewegung hält und den Köderfisch regelrecht anbietet. Die schlauen Raubfische erkennen den anvisierten Fisch recht schnell und machen sich auf die Jagd. Am besten imitiert man den natürlichen Bewegungsablauf des Köderfisches um ihn so für den europäischen Raubfisch interessant zu machen. Erfahrene Angler haben ein Gespür für den Ablauf der Bewegungsintervalle und können so große Erfolge beim Zanderangeln erzielen.

Die Vor- und Nachteile des Zanderangelns

Zanderangeln_vorteile_nachteile

Vorteile Nachteile
Der Zander ist ein großer Raubfisch, der kapitale Erfolge und Ansehen für den Hobbyangler bringt Der intelligente Zander ist schwer zu fangen
Dieses Tier ist weit verbreitet und kann in zahlreichen Gewässern geangelt werden Der nachtaktive Raubfisch lässt sich am besten nachts und in kühlen Monaten fangen
Der Hobbyfischer braucht viel Erfahrung um den Schlaf Raubfisch ködern und fangen zu können. Für Anfänger eher ungeeignet

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