karpfenangeln

Der Karpfen gehört zu unseren größten und als Speisefisch beliebtesten Süßwasserfischen. Die größten Exemplare erreichen eine Länge von 1,20 m und ein Gewicht von mehr als 40 kg. Hierbei handelt es sich jedoch um besonders alte Rogner. Die meisten Exemplare erreichen eine Länge von knapp 40 cm und wiegen dann lediglich rund 1 kg. Diese Werte sind jedoch sehr variabel aufgrund der verschiedenen Erscheinungsformen des Karpfens. Aufgrund seiner Beliebtheit als Speisefisch und seiner besonderen genetischen Eigenschaften, lassen sich unterschiedliche Karpfenrassen züchten.

Da der Körper der Wildform vollständig mit Schuppen bedeckt ist, ist sie bei der Zubereitung etwas unhandlich. Aus diesem Grund wurden Rassen mit nur wenigen Schuppen gezüchtet, wie der Spiegelkarpfen und der Linienkarpfen und eine Rasse, der Lederkarpfen, welcher gar keine Schuppen trägt. Diese Zuchtformen sind auch vielfach verwildert und können nicht nur in künstlich angelegten Teichen, sondern auch in natürlichen Gewässern gefangen werden, wodurch das Karpfenangeln noch interessanter wird.

Da der Karpfen jedoch ein recht großer Fisch ist und entsprechend Kraft hat, ist eine robuste Ausrüstung zum Angeln unverzichtbar. Aufgrund des besonderen Bissverhaltens ist auch ein Bissanzeiger unverzichtbar. Worauf es neben dem Bissanzeiger beim Karpfenangeln sonst noch ankommt, wird im Folgenden etwas genauer erläutert.

Wie geht Karpfenangeln?

Das Angeln auf diese Fische ist etwas komplizierter, als es bei vielen anderen Fischen der Fall ist. Das Problem liegt insbesondere in dem besonders vorsichtigem Bissverhalten der Tiere. Es kann mitunter Tage oder Wochen dauern, bis selbst an einem bekannten Hot Spot es zu einem Biss kommt. Um die Chancen eines Bisses zu erhöhen gibt es mehrere Angelmethoden. Die zwei häufigsten sind das Grundangeln und die Montage mit einer Pose. Beide Varianten haben gemein, dass der Köder tief absinkt und von den scheuen und sehr vorsichtigen Fischen bei der Suche nach Futter am Grund des Gewässers gefunden werden kann.

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Wo kann man Karpfenangeln?

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Karpfen leben in stehenden Gewässern und in langsam fließenden Uferzonen großer Flüsse. Wichtig ist, dass die Gewässer oder zumindest die ufernahen Bereiche sich etwas stärker erwärmen können. Diese Fischart gehört, beispielsweise im Gegensatz zu Forellen, zu denjenigen Arten, die eher warmes als sauerstoffreiches Wasser bevorzugen. Wichtig ist, dass der Boden des Gewässers schlammig ist, da die Fische am Grund nach Futter suchen und dabei diesen Schlamm durchwühlen. Falls man nicht unbedingt viel Wert auf natürliche Gewässer legt, sind künstliche Fischteiche eine ideale Alternative. Hier weiß man, dass es Karpfen gibt und hat gute Chancen auf Bisse.

Was muss man bei Karpfenangeln beachten?

Wie bei allen Fischen, kommt es auch hier insbesondere auf die richtige Ausrüstung und eine geeignete Angelmethode an. Da es sich um große und kräftige Tiere handelt, muss die Ausrüstung der relativ hohen Belastung gewachsen sein. Doch das Wissen um das Verhalten der Tiere ist für einen Erfolg von entscheidender Bedeutung. Es gibt zwei Schwierigkeiten beim Angeln auf diese Fische. Die erste Schwierigkeit ist den Fisch überhaupt den Köder finden zu lassen, da sie im Gegensatz zu Raubfischen, nicht selektiv den Boden durchwühlen. Das zweite Problem sind zaghafte Bisse, für die Bissanzeiger notwendig sind.

Achtung

Welchen Köder nimmt man zum Karpfenangeln?

Köder

Die Auswahl an geeigneten Ködern ist sehr groß und als Angler kann man viel ausprobieren. Der größte Fehler ist nicht der falsche Köder, sondern eine zu geringe Auswahl. Als Köder sind Mais, Tauwürmer, Maden, Boilies, manches Hundetrockenfutter, Käse und eine ganze Palette verschiedener Obst- und Gemüsesorten geeignet. Die Schwierigkeit liegt jedoch darin, dass die Tiere sehr wählerisch sind. Ein Köder, der an einem Tag erstklassig funktioniert, kann am nächsten Tag völlig ignoriert werden. Darüber hinaus sind die zaghaften Bisse nicht immer rechtzeitig zu erkennen. Deshalb ist neben einer Pose ein Bissanzeiger die beste Hilfe.

Welche Rute ist die beste zum Karpfenangeln?

Ruten

Entsprechend dem mittleren bis hohen Gewicht der Fische, muss auch die Karpfenrute ausreichend stabil sein. Eine gute Länge liegt zwischen 2,70 und 4,00 Metern, idealerweise zwischen 2,80 und 3,30 Metern. Die Testkurve, also das Gewicht für eine 90° der Rute, sollte für stille Gewässer bei 1,5 lb liegen und bis 3,5 lb für Gewässer mit Strömung ansteigen. Das Rückgrat der Rute sollte möglichst steif sein um, in Kombination mit einem langen Griff, große Wurfweiten zu erreichen. Hierzu ist eine Spitzenaktion oder eine semiparabolische Aktion ebenfalls von Vorteil.

Welche Rolle eignet sich zum Karpfenangeln?

Rollen

Für das Karpfenangeln eignet sich eine Stationöre Rolle am besten. Die Rolle muss 200 Meter der Schnur aufnehmen können, welche ebenfalls ausrechend stabil sein muss und deshalb eine recht große Stärke hat. Bei der Rolle ist wichtig, dass sie über eine Frontbremse oder eine Heckbremse verfügt. Als eine Alternative zur Stationärrolle ist auch eine Freilaufrolle geeignet. Damit bei einem erfolgreichen Biss der Fisch nicht sofort zu viel Schnur nehmen kann oder sich sogar befreit, weil der Biss nicht rechtzeitig bemerkt wurde, ist zur Vervollständigung der Ausrüstung ein, für Karpfenbisse gut geeigneter Bissanzeiger zu montieren.

Welche Schnur ist zum Karpfenangeln am besten?

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Auch in diesem Punkt kommt es auf eine hohe Stabilität, beziehungsweise Reißfestigkeit an. Zunächst sollte genug Schnur vorhanden sein um den Köder weit genug auswerfen zu können. Rund 200 m sind eine gute Länge. Die Schnur sollte als Monofile 0,35 mm dick sein, als geflochtene Schnur genügen auch 0,2 mm. Während die Hauptschnur ausreichend robust sein muss um auch beim Angeln großer Karpfen zu halten, muss am Ende eine möglichst dünne Schnur genutzt werden. Dies ist unverzichtbar um die sehr vorsichtigen Tiere nicht misstrauisch werden zu lassen und Bisse zu bekommen.

Vorteile und Nachteile beim Karpfenangeln

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Vorteile Nachteile
erstklassige Speisefische sehr misstrauisch und scheu
aufgrund der Größe ergiebig nimmt nicht immer den gleichen Köder gleich gut
sowohl wild als auch in Teichwirtschaft weit verbreitet aufgrund des Bissverhaltens sind Bissanzeiger unverzichtbar
nimmt viele verschiedene Köder
aufgrund der Größe eine Herausforderung beim Fang

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