Zanderruten

Der Zander ist ein Raubfisch der sehr intelligent und dazu noch sehr vorsichtig ist. Das Zanderangeln kann weder mit dem Angeln von Karpfen noch vom Hecht verglichen werden. Es wird als Königsdisziplin bezeichnet mit der richtigen Angeltechnik den kapitalen Zander zu fangen.

Was ist eine Zanderrute?

Definition

Mit einer Zanderrute lassen sich künstliche oder auch echte Köder permanent auswerfen und einholen. Um einen Raubfisch wie den Zander zu fangen, sollte ein beweglicher Köder zum Anbeißen verleiten.

Die Zanderrute wird meist aus einem Rutenrohling gefertigt. Dieser ist ein Gemisch aus Glasfasern und Kunststofffasern. Die einfachen Anfängerruten, aber auch bestimmte Ruten für Profis sind aus gespließtem Bambusrohr gefertigt. Selbst national unterscheiden sich die Spinnruten, denn in Nordamerika sind die Ruten deutlich kürzer, als in Deutschland. Ultraleichte Zanderruten wiegen zwischen 1-10 Gramm, die leichte Rute mit einem WG von 5 – 30 Gramm. Die mittlere Rute zwischen 30-60 Gramm und die schwere Spinnrute mit einem Wurfgewicht von 50- 120 Gramm. Dann die ultraschwere Spinnrute, diese kann bis zu 250 Gramm wiegen, die Übergänge sind hierbei fließend.

Die Ruten haben verschiedene Längen, sie variieren zwischen 1.6 – 3.3 Meter. Generell ist es so das für die Bootsangelei eine kurze Rute verwendet wird und für die Uferangelei eine lange Rute.

Welche Rolle passt zu einer Zanderrute?

rolle

Bei den Zanderruten passen besonders die Multirollen sehr gut. Durch die enge Beringung bleibt die Rute auch durchgebogen im Drill und reibt nicht am Blank. Diese Rollen verfügen über einen Triggergriff, der wie ein Abzug als Fingerstütze gilt. Die Stationärrolle hat sich bei einer Zanderrute aber auch schon durchgesetzt. Bei dieser sollte das 1000 bis 3000er Modell gewählt werden. Die Zanderrute darf bis zu 200 Gramm Wurfgewicht haben.

Welcher Köder sollte beim Zanderangeln verwendet werden?

 

Köder Zanderangeln

Das Spinnfischen, wie das Zanderangeln oft genannt wird bevorzugt konstruktive Besonderheiten, wie Twister- und Gummifischruten. Diese haben eine sehr harte Spitzenaktion zum Fischen mit Weichplastikködern. Für schwere Oberflächenköder sind eher die Jerkruten geeignet und kurze Vertikalruten mit kräftiger Spitzenaktion zum senkrechten Fischen unter dem Boot. Dropshotruten besitzen eine sehr weiche Rutenspitze und locken mit Dropshotfischen.

Der Spinnköder wird immer wieder ausgeworfen und eingeholt, daher sollte auf eine qualitativ gute Beringung geachtet werden, da sonst schnell Verschleißerscheinungen an Schnur oder Ringen auftreten können. Als Standartköder für das Zanderangeln sind Naturköder, oder auch Köderfische etabliert. Auch Fetzen von toten Fischen können als Köder wunderbar funktionieren. Die Köderfische, wie Gründlinge, Barsche, Rotaugen und Rotfedern können bis zu 14cm lang sein, denn der Zander jagt auch solche Exemplare. Gummifische haben sich auch als guter Köder erwiesen, diese gibt es ebenfalls in verschiedenen Ausführungen und Auslegungen.

Vor und Nachteile beim Zanderangeln

 

Zanderruten_vorteile_nachteile

 

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Vorteile Nachteile
Mehrfaches Auswerfen mit Köder möglich Verschleißerscheinungen bei falscher Berrinung
Leichte Ruten Zander ist sehr schwer zu fangen, es sind viele Hintergrundinformationen wichtig
Kurze Ruten für Bootsangelei und lange Ruten für Uferangelei Nur bewegliche Köderfische verleiten den Zander zum Anbeißen
Verschiedene Gewichtsklassen die richtige Angeltechnik muss beherrscht werden
ähnlich dem Spinnenfischen  
leichte Ruten, die Hände ermüden nicht so schnell  
die Rute ist verschieden einsetzbar am Ufer und auf einem Boot