fliegenruten

Das Fliegenfischen gilt als besonders elegante Form des Freizeitangelns. Zum Einsatz kommt hier eine spezielle Rute, deren Aufgabe es ist, die Fliegenschnur zu transportieren und die sich aus dem Drill des gehakten Fisches ergebenden Bewegungen abzufedern. Sie zeichnet sich durch ihr geringes Eigengewicht aus und schwingt dabei idealerweise nur gering nach. Als Köder fungieren künstliche Fliegen bzw. die Imitation anderer Insekten in unterschiedlichsten Entwicklungsstadien. Sie werden den Fischen auf der Wasseroberfläche (Trockenfischen) oder darunter (Nassfischen) angeboten und ausschließlich durch das Fliegenschnurgewicht platziert.

Wie fischt man mit der Fliegenrute?

wie fischt man mit einer Fliegenrute?

Das Fischen mit Fliegenruten erfordert viel Koordination und eine besondere Wurftechnik. Der Überkopfwurf, bei dem die Fliegenschnur über dem Kopf hin und her geschwungen wird, wird angewandt, wenn es im Rücken des Anglers ausreichend freien Raum gibt. Steht dem Fliegenfischer aufgrund von umgebenden Hindernissen nur begrenzt Platz zur Verfügung, kommt der Rollwurf zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um eine Art ‚halber‘ Wurf, da der Rückwurf entfällt.

Für Welchen Fisch ist die Fliegenrute geeignet?

fliegenrute_fisch

Das Fliegenfischen mit Fliegenruten wird typischerweise in der Flachwasserzone von Flüssen und Bächen durchgeführt, um Forellen, Saiblinge, Äschen, Barben, Döbel, Alande oder Lachse zu angeln. Passt der Fliegenfischer seine Ausrüstung an, indem er eine Imitation eines Futterfisches nutzt, ist allerdings auch das Fischen von Hecht, Barsch, Rapfen, Karpfen und Zander möglich. Mit der Fliegenrute Fliegenfischen ist somit nicht nur auf fließende Gewässer beschränkt und kann auch am Tümpel, Binnensee oder auf dem Meer durchaus spannend und anspruchsvoll sein.

Welche Länge für Fliegenruten gibt es?

Länge

Fliegenruten werden als Einhand- und Zweihandfliegenruten angeboten. Die Einhandfliegenrute ist in einer Länge zwischen 1,80 und 3 m erhältlich. Ruten mit einer Länge von 1,80 bis 2,40 m in den leichteren Schnurklassen 2 bis 4 eignen sich für das Angeln kleiner Süßwasserfische besonders gut. Mit zunehmender Größe des Flusses oder Sees sind entsprechend längere Fliegenruten mit einer Schnurklasse 5 bis 7 optimal. Hiermit lassen sich hervorragend Forellen, Barben, Barsche oder Hechte fischen. Werden im Salzwasser mittlere Fische wie Wolfsbarsch oder kleinere Jacks geangelt, findet idealerweise eine 2,70 bis 2,90 m lange Fliegenrute mit einer schwereren Schnurklasse (8 bis 10) Verwendung.

Mit beiden Händen geführte Zweihandfliegenruten ermöglichen dem Fliegenfischer ein ermüdungsfreies Fischen über einen längeren Zeitraum und kommen bei größeren Salzwasserfischen zum Einsatz. Zudem können hiermit größere Wurfweiten erzielt werden und die Beute lässt sich besser bändigen.

Welche Fliegenrute ist für Anfänger geeignet?

fliegenrute_anfänger

Für Einsteiger empfiehlt sich eine mittelgroße Einhandfliegenrute mit einer Länge von etwa 2,50 bis 2,80 m. Idealerweise handelt es sich um eine semiparabolische Rute, die sich präzise werfen lässt und aufgrund ihres kräftigen Handteils ausreichend Drill ermöglicht. In Hinblick auf die Fliegenschnur fällt die Wahl am besten auf eine Schwimmschnur, da mit dieser auch größere Fliegen sowie Bissanzeiger gut bewegt werden können. Sie ist an den Kürzeln ‚WF‘ (Weight Forward) und ‚F‘ (Floating) auf der Verpackung erkennbar, zwischen denen stets eine Ziffer steht, welche die Schnurklasse angibt.

Ist das Fischen von Forellen, Barschen oder Äschen in mittelgroßen Bächen und Flüssen beabsichtigt, reicht eine Fliegenrute der Schnurklasse 5 vollkommen aus. Hiermit kann mit Trockenfliegen sowohl sehr fein gefischt, als auch eine schwere Nymphe oder ein kleiner Streamer geworfen werden. Hat es der Fliegenfischer hingegen auf Döbel, Rapfen oder Zander abgesehen, nutzt er besser Fliegenruten der Schnurklasse 6, welche sich auch zum Fischen von Meerforellen an der Ostsee eignen, sofern es windstill ist.

Vorteile und Nachteile einer Fliegenrute

Fliegenrute_vorteile_nachteile
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Vorteile Nachteile
hoher Spaßfaktor Präzises Werfen mit parabolischen Ruten kaum möglich
elegante Präsentation Windempfindlichkeit und geringere Reichweite bei leichten Schnurklassen
niedrige Scheuchwirkung
Kombination aus geringem Eigengewicht und hoher Rückstellkraft
gute Qualität auch im unteren Preissegment
Zubehör nicht teurer als klassisches Angelzubehör

 

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