Wie geht Aalangeln?

Wie geht Aalangeln?

Für das Angeln von Aalen ist grundsätzlich eine gute Ausstattung sinnvoll. Hierzu gehört ein Kescher, ein Maßband, ein Messer, ein Ständer für die Angel, ein elektronischer Bissanzeiger, Glocke, ein Hakenlöser, eine Rute, eine Schnur, ein Haken, ein Grundblei, ein Wirbel, einen Posen und verschiedene Köder. Des Weiteren sollten beim Angeln von Aalen in deutschem Gewässer rechtliche Regeln beachtet werden.

Es ist nicht erlaubt, dass jedermann einfach so Aale angeln kann. In Deutschland wird für diese Sportart ein Fischereischein oder ein Fischereierlaubnisschein benötigt. Des Weiteren darf nur an ausgewiesenen Stellen ein solcher Fisch geangelt werden und es gilt an manchen Stellen eine Schonzeit. Hier muss man sich vorher beim jeweiligen Bundesland erkundigen. Da das Angeln von Aalen vorwiegend nachts passiert, ist es sinnvoll ein Zelt zum Übernachten zu besitzen. Hier ist es auch nötig ein Knicklicht mitzunehmen, damit man in der Nacht beim Aalangeln auch sieht.

Der Aal, was ist das für ein Fisch?

Aal_fisch

Der Aal sieht auf den ersten Blick ein bisschen aus wie eine Wasserschlange. Er gehört jedoch nicht zu Gattung der Schlangen, sondern ist ein Fisch. Lateinisch wird er auch als Anguilla Anguilla bezeichnet. Sein Aussehen ähnelt jedoch der einer Schlange. Der Körper ist lang und dünn, die Haut ist glatt und der Kopf schlangenartig . Aale können bis zu 1,5 Meter lang werden und ein Gewicht von 6 kg erreichen. Dies gilt aber nur für die Weibchen. Die Männchen werden meist 50 cm bis 60 cm lang. Die Aale habe im Durchschnitt eine Lebenserwartung von 10 bis 15 Jahren. Es gibt auch schon Exemplare die 50 Jahre alt geworden sind.

Wo und ab wann kann man Aalangeln?

Das Angeln von Aalen ist grundsätzlich überall möglich, da Aale nicht standortgebunden sind. In Deutschland ist das Rheingebiet und das Maingebiet gut geeignet. Am Besten fängt man ab März bis November Aale. Vor allem wenn im März die ersten warmen Tage beginnen, kann man in stehenden Gewässern, wie Seen und Teiche die ersten Fänge machen. Jedoch ist im März noch mit einer geringen Ausbeute zu rechnen. Ab April dann, werden die Aale so langsam aktiv. Sie verlassen die winterlichen Gewässer und suchen sich vor allem in Seitengewässern einen neuen Platz, um auf mögliches Laich anderer Fische als Nahrungsquelle zu warten. Angeln kann man sie dann in stehenden Gewässern und Fließgewässern. Vor allem nachts ist dem Angler ein Fang möglich. Im Mai dann kann man ebenfalls gut am Tag und in der Nacht fangen. Hier sind sie dann auch an den Krautufern zu entdecken.

Im Juni ist das Wasser nun auch an den größeren Flüssen warm genug für den Aal. Hier findet man sie an Steinpackungen an Steilufern, wo eine Gegenströmung vorhanden ist. Hier geht auch das Fischen bei Nacht wunderbar. Im Juli dann ist vor allem mit einem großen Fang zu rechnen, wenn die Gewitterschauer nachgelassen haben und die Flüsse Hochwasser haben. Hier sollte auch nachts geangelt werden. Dann wird man einen großen Erfolg haben. Bei stehenden Gewässern sind seichte Zonen ideal. Im August ist der Fang genauso gut, wie im Juli. Gerade die lauen Sommernächte sind hier ideal fürs Angeln. Von September bis November ziehen die Aale von den fließenden Gewässern zurück in die ruhigeren Zonen um zu überwintern. Dort gibt es dann auch viele Jungfische, die den Aalen als Nahrung dienen.

Deshalb sind junge Fische, als Lockmittel in dieser Jahreszeit ideal. Kapitale Aale kann man noch bis spät in den Herbst hinein fangen und bekommt sie an den Haken.

Was muss man beim Aalangeln beachten?

Aale können sehr gut riechen, daher kann man das auch sehr gut ausnutzen, um sie anzulocken. Man kann aus Maden und Grundfutter Bälle formen, die dann die Aale gerade nachts wunderbar anlocken. Aus diesem Grund sollte man Posen und Vorfächer auch nur mit Einweghandschuhen anfassen und luftdicht aufbewahren, sonst nehmen sie ganz schnell den Geruch des Anglers an und wirken abstoßend.

Achtung

Welcher Köder eignet zum Aalangeln?

Wurm

Der Aal hat größere Nahrungsvorlieben, als die meisten Angler glauben. Mit dem Tauwurm ist man auf jedenfall auf der sicheren Seite, aber auch ein Köderfisch ist möglich. Wenn man lieber kleinere Aale fangen will, dann sollte man auch kleinere Futterstücke verwenden. Am Grund können gerade die natürlichen Lockmittel gut angeboten werden, wie z.B Garnelen, kleine Fische etc..

Aber der Allrounder und Alleskönner ist immer noch der gute Wurm. Egal welcher Wurm, die Aale mögen ihn einfach. Es können zum Beispiel der Tauwurm, der Mistwurm, der Gelbschwanzwurm oder der Dendrobenawurm angeboten werden. Er bietet viele Vorteile für den Angler. Der Wurm ist am Haken haltbar, die Lagerung ist einfach und er ist günstig zu kaufen. Ein Geheimtipp ist ebenfalls, falls man mal völlig verzweifelt ist und nichts fängt, der Wattwurm. Das einzige Problem an Würmern ist nur, dass nicht nur der Aal sie gut findet. Aus diesem Grund muss man mit einigen Beifängen rechnen.

Welche Rute ist die beste zum Aalangeln?

Für das Angeln von Aalen ist die Grundrute geeignet. Sie hat eine Länge von 2,40 m bis 3,30 m und ein Wurfgewicht von 20 g bis 100 g. Sie ist gleichlang wie die Spinnrute, ist jedoch etwas starrer im Gebrauch. Denn viele Fische, so auch der Aal nehmen ihre Nahrung am Grund auf und jagen auch dort. Aus diesem Grund bietet sich eine Grundrute zum Angeln von Aalen hier sehr gut an.

Rute

Welche Rolle eignet sich zum Aalangeln?

Rolle

Die Rolle sollte speziell für das Angeln von Aalen genutzt werden können. Hier gibt es im Fachhandel spezielle Rollen, die für diesen Fisch geeignet sind. Lassen sie sich vom Fachmann beraten. Die Rute sollte aber immer zur Rolle passen.

Welche Schnur ist zum Aalangeln am besten?

Die Aalangelschnur ist wohl das Wichtigste beim Aalangeln. Hier lohnt es sich auf gar keinen Fall Geld einzusparen, denn nicht ist ärgerlicher, als den Aal kurz vor dem Fang durch das Reißen der Angelschnur entwischen zu lassen. Gerade bei einem großen Fang empfiehlt sich eine Schnur, bzw. Hauptschnur mit hoher Tragkraft von ca. 8 – 9 kg. Eine 0.35 Monofile Schnur ist hier eine gute Wahl.

Angelschnur

Die Vor- und Nachteile beim Aalangeln

Aalangeln_vorteile_nachteile+
Vorteile Nachteile
beißen bei richtigem Lockmittel fast immer hoher Beifang durch bestimmte Lockmittel
große Ausbeute in den Sommermonatenweniger Ausbeute wenn das Lockmittel nicht frisch ist
einfache Zubereitung, Räuchernman braucht viel Zeit
schmeckt sehr leckerman braucht eine gute Ausrüstung, Zelt etc.
sehr gesund

Wenn man den richtigen Köder ausgeworfen hat und zur richtigen Zeit am richtigen Gewässer steht, dann beißen sie meistens immer. Gerade in den Sommermonaten kann der Angler sich über eine große Ausbeute freuen. Die Zubereitung nach dem Fang ist ebenfalls nicht schwer. Der Aal kann gut geräuchert werden und schmeckt einfach wunderbar zart. Außerdem ist das Essen von Aalfleisch sehr gesund und stärkt das Immunsystem.

Der Nachteil beim Benutzen von Würmern als Köder ist, dass sehr viele Fehlbisse durch andere Fischarten passieren. Das ist ärgerlich, wenn man nur Aale fangen möchte. Wenn die Köder nicht frisch sind, könnte das ein Problem beim Angeln darstellen, da dann die Wahrscheinlichkeit, dass ein Aal anbeißt, sinkt. Also immer einen frischen Köder verwenden. Ein weiterer Nachteil für Leute mit wenig Zeit ist, dass man zum Angeln von Aalen auf jeden Fall Zeit mitbringen muss. Man sollte sich auf jedenfall immer ein Zelt einpacken, um bei Dämmerung bis in die Nacht hinein zu angeln.

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